Die Schule hatte schon längst begonnen – es war inzwischen fast Mittag - als Herr Alois Paus, vom Lions-Club-Hamaland, die St. Marien-Schule betrat. Er war als Botschafter unterwegs, als Botschafter und Unterstützer. Die Pädagogen und Kinder bemerkten schnell den Gast im Hause. Herr Paus ist ein besonders gern gesehener Gast an der St. Marien-Schule, denn wenn er kommt, hat er meistens eine tolle Idee oder sogar Überraschungen für die Kinder und für die Schule dabei. - Auch so war es an diesem Tag.

Herr Paus hatte diesmal speziell für die Schülerinnen und Schüler der internationalen Willkommensklasse einige Laptops und 10 Schultaschen dabei. Mit diesen Laptops können nun die lang ersehnten Deutsch-Trainingsprogramme für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprache eingesetzt werden. Glänzende Kinderaugen nahmen die Laptops von Herrn Paus freudig entgegen. - Na ja, nun wollte Herr Paus natürlich auch wissen, wie in der internationalen Willkommensklasse der St. Marien-Schule gearbeitet wird.

Die Klassenlehrerin, Edith Rotering, ließ es sich nicht nehmen, mit den Kindern „Unterricht live“ zu präsentieren und gleichzeitig die Hintergründe ihrer Arbeit zu beschreiben. Für die ersten Schulwochen im neuen Schuljahr hatte sich Frau Rotering mit den Schülerinnen und Schülern etwas ganz besonders überlegt: das Projekt vom Ei zum Schmetterling. Die Kinder konnten den Entwicklungsprozess vom Ei, über die Raupe, über die Verpuppung bis hin zum Schmetterling selbst beobachten und im Anschluss die vielen Schmetterlinge in die Freiheit entlassen. Ausgehend von einem solchen handlungsorientierten Projekt lernen die Kinder ganz vernetzt und alltagsbezogen die deutsche Sprache. Neben dem traditionellen Sprech- und Schreibtraining können sie grundlegende und erweiterte Satzstrukturen erarbeiten, die exemplarisch in allen Lebens- und Schulkontexten benötigt werden. Abgesehen davon, lernen die Schülerinnen und Schüler mit großer Freude und hoher Motivation die deutsche Sprache und entwickeln schnell und einfühlsam ein Sprachgefühl für die „fremde Sprache“. „Wir sind uns sicher, dass die Kinder durch dieses intensive Deutschtraining und die enormen Lern- und Leistungserfolge, neben der Integration langfristig eine faire Bildungschance erhalten“, so die Rektorin der St. Marien-Schule, Elisabeth Olthoff-Watermann.

Die St. Marien-Schule dankt dem Lions-Club-Hamaland, insbesondere Herrn Alois Paus, für die großzügige Spende und für die langjährige und verlässliche Unterstützung von besonderen Projekten.

Jürgen Petershagen neuer Präsident beim Lions Club Hamaland
Bernd Hovest-Engberding blickt auf ein erfolgreiches Lions-Jahr zurück

Im Rahmen einer Feierstunde hat der bisherige Präsident des Lions Club Hamaland, Bernd Hovest-Engberding, Stadtlohn, das Präsidentenamt für das Jahr 2016/17 an den neuen Präsidenten, Jürgen Petershagen, Oeding, übergeben. Ihm zur Seite stehen der Vizepräsident Dr. Jörg Tenhündfeld, Vreden, der Schatzmeister Albert Merz, Vreden, der Schriftführer Stefan Dechering, Vreden, der Pressesprecher Rolf F. Schneider, Stadtlohn, sowie die Beauftragten für Schulen, Alois Paus, Vreden, für WEB, Heiner Sprung, Gescher, für Activities, Rudolf Weiss, Vreden, für das Kalenderprojekt, Jan-Dirk Landwehr, Gescher, für Jumelagen, Henk-Jan Arke, Vreden, und für die Konzerte, Markus Wesseler, Vreden.

Bernd Hovest-Engberding konnte zum Ende seiner Amtszeit als Präsident auf ein erfolgreiches Lions-Jahr zurückschauen. Neben Vortragsveranstaltungen und der Organisation einer Club-Fahrt nach Köln konnte er auf die gelungene Durchführung des 25. Ahauser Schlosskonzerts, und der Aktion „Weihnachtskalender“ hinweisen, bei denen der Club einen 5-stelligen Betrag für wohltätige Zwecke eingenommen hat.

Die Mittel des Jahres 2015/16 haben Einrichtungen aus der Region wie z. B. die weiterführenden Schulen im Hamaland und eine Initiative zur Unterstützung von autistischen Kindern erhalten

Auch der neue Vorsitzende, Jürgen Petershagen, hat bereits seine Schwerpunkte für die Arbeit des kommenden Jahres benannt. Der Club wird sich mit vielen Themen aus der regionalen Landwirtschaft auseinandersetzen und seine Hilfsprojekte fortsetzen. Zur Zeit läuft eine Aktion zur Sammlung von gebrauchten Schultornistern, die den Schulen im Hamaland für bedürftige Kinder, insbesondere Flüchtlingskinder, zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus wird sich der Club wieder im Rahmen des Lions-Quest Programms um Lehrerfortbildung und um die Schul-, Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen in unserer Region kümmern.

Foto: v.l.n.r. Jürgen Petershagen, Präsident des Lions Club Hamaland 2016/17, Petra und Bernd Hovest-Engberding bei der Präsidentenübergabe

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Der Lions Club Hamaland beschäftigt sich zurzeit intensiv mit den Themen rund um die Integration von Flüchtlingskindern in unseren Schulen. Auf Einladung des Clubs referierten Birgit Kentrup, Rektorin der Losbergschule, und Christa Engelmann, Rektorin der Hilgenbergschule,  über ihre Unterrichtskonzepte und –erfahrungen mit Flüchtlingskindern. Der Kreis Borken hat die beiden Rektorinnen für unsere Region, Stadtlohn, Vreden, Gescher und Südlohn zugleich als Schul-Koordinatoren für die Flüchtlingskinder eingesetzt.

Der Unterricht mit Kindern, die zu Beginn kein Wort Deutsch verstehen, stellt die Schulen vor große Herausforderungen. So haben sich Schwerpunktschulen gebildet, wie die Hilgenbergschule und die Fliednerschule in Stadtlohn, die in den sogenannten Vorbereitungsklassen Deutsch als Fremdsprache lehren. Dabei treffen die Lehrkräfte naturgemäß auf völlig unterschiedliche Voraussetzungen bei den Kindern in Bezug auf Alter, Vorkenntnisse, Schulerfahrungen, Leistungsstand und Lerntempo. Die Herausforderung besteht nicht zuletzt darin, auf diese Unterschiede individuell einzugehen. Die Flüchtlingskinder bleiben aber von Anfang an nicht nur unter sich, sondern werden zusätzlich zu den Vorbereitungsklassen, in denen die notwendigen Deutschkenntnisse vermittelt werden, auf die Regelklassen aufgeteilt, in denen sie vor allem an Fächern wie Sport, Kunst oder Musik teilnehmen können. Das bedeutet u.a., dass für jedes Kind einer Vorbereitungsklasse ein individueller Stundenplan erstellt wird.

„Die Städte unterstützen die Schulen in der Regel mit einem Höchstbetrag von 44 € pro Schüler in den Vorbereitungsklassen. Mit diesen Mitteln können häufig nur die notwendigsten Schulmittel angeschafft werden“, führte der Schulbeauftragte des Lions Clubs, Alois Paus, aus. Vor diesem Hintergrund wurde im Club entschieden, 6 Grundschulen und 5 Sekundarschulen in Stadtlohn, Vreden, Gescher und Südlohn noch einmal mit insgesamt 7.500 € für zusätzliche Lernmittel zu unterstützen. Zusätzlich wird die Tornister-Aktion fortgesetzt, bei der der Club gut erhaltene, gebrauchte Tornister und Schulmaterialien sammelt, um sie den Schulen zur Verfügung zu stellen.

Die Tornister können ab sofort an folgenden Sammelstellen abgegeben werden: Gescher: Systemhaus Sprung, Schuckertstr. 22, Stadtlohn: Gutenberghaus, Boschstr. 1 – 5, Oeding: Bewital, Industriestr. 10, Südlohn: Engel Apotheke, Kirchstr. 17 und Vreden: Provinzial Versicherung van den Berg, Twicklerstr. 3.

Foto: Lions-Schulbeauftragter Alois Paus

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